Akustische Messräume

Akustische Messräume

Akustische Messräume schaffen die Voraussetzung für präzise und reproduzierbare Schallmessungen unter kontrollierten akustischen Bedingungen. Insbesondere in Entwicklungs-, Prüf- und Forschungsumgebungen sind definierte Freifeldbedingungen entscheidend, um akustische Eigenschaften technischer Systeme reproduzierbar bewerten zu können.

Reproduzierbare Schallmessungen unter definierten akustischen Bedingungen

In industriellen Anwendungen entstehen akustische Wechselwirkungen häufig durch das Zusammenwirken von Luftströmungen, Schwingungsanregungen, Resonanzeffekten und konstruktiven Einflüssen innerhalb technischer Anlagen und Prüfaufbauten. Bereits geringe Reflexionen an Wand-, Boden- oder Deckenkonstruktionen können Messergebnisse beeinflussen und die eindeutige Bewertung akustischer Eigenschaften erheblich erschweren.

Zusätzlich verändern technische Einbauten, Medienführungen, Luftbewegungen oder konstruktive Kopplungen die Schallausbreitung innerhalb eines Messraums. Besonders im tieffrequenten Bereich können selbst geringe Schwingungsübertragungen oder Resonanzanregungen die Messergebnisse deutlich beeinflussen.

Akustische Messräume ermöglichen die gezielte Reduktion solcher Einflüsse und schaffen definierte Bedingungen für reproduzierbare Schallmessungen, akustische Analysen und Entwicklungsprozesse.

Akustische Messräume für Entwicklungs-, Prüf- und Forschungsanwendungen

SILTEC entwickelt akustische Messräume für Industrie-, Forschungs- und Entwicklungsanwendungen mit hohen Anforderungen an akustische Präzision, reproduzierbare Messbedingungen und technische Integration.

Typische Einsatzbereiche sind unter anderem:

  • Prüfstandstechnik

  • Automotive-Anwendungen

  • Elektromobilität

  • Motorenentwicklung

  • NVH-Anwendungen

  • Akustikentwicklung

  • Komponentenentwicklung

  • Forschungs- und Prüfeinrichtungen

  • technische Entwicklungszentren

  • Industrieanlagen

Gerade in Entwicklungsprozessen moderner Antriebssysteme gewinnen akustische Eigenschaften zunehmend an Bedeutung. Neben der Reduktion von Schallemissionen stehen dabei häufig auch Klangcharakteristik, tonhaltige Frequenzen, Schwingungsverhalten und psychoakustische Eigenschaften im Fokus technischer Bewertungen.

Insbesondere bei elektrifizierten Antriebssystemen werden hochfrequente Tonalitäten, elektromagnetisch angeregte Geräusche oder tieffrequente Schwingungsanteile häufig deutlich stärker wahrgenommen als bei klassischen Antriebstechnologien.

Freifeldbedingungen und akustische Präzision

Akustische Messräume werden so ausgelegt, dass Schallreflexionen innerhalb des relevanten Frequenzbereichs weitestgehend minimiert werden.

Dadurch entstehen akustische Bedingungen, die einer freien Schallausbreitung möglichst nahekommen und reproduzierbare Messungen technischer Schallquellen ermöglichen.

Besonders bei:

  • Schallleistungsmessungen

  • Frequenzanalysen

  • NVH-Untersuchungen

  • Akustikentwicklung

  • Sounddesign

  • Komponentenbewertungen

  • Prüfstandsanwendungen

  • Entwicklungsprüfungen

sind reproduzierbare Freifeldbedingungen entscheidend für belastbare und vergleichbare Messergebnisse.

Bereits geringe Abweichungen in Raumakustik, Reflexionsverhalten oder Schwingungseinflüssen können dazu führen, dass Messergebnisse nicht mehr eindeutig reproduzierbar sind oder einzelne Frequenzbereiche verfälscht bewertet werden.

Gerade bei hochpräzisen Entwicklungsanwendungen besteht die Herausforderung daher nicht ausschließlich in der Reduktion von Reflexionen, sondern in der kontrollierten Beherrschung sämtlicher akustischer Randbedingungen innerhalb des gesamten Messumfeldes.

Akustische Herausforderungen in Messräumen

Die Entwicklung akustischer Messräume erfordert weit mehr als die Integration schallabsorbierender Oberflächen.

Entscheidend ist vielmehr das Zusammenspiel aus:

  • Raumakustik

  • Schallabsorption

  • Schwingungsentkopplung

  • Gebäudestruktur

  • Luftführung

  • technischen Einbauten

  • Prüfstandsintegration

  • Körperschallverhalten

  • Strömungsakustik

  • konstruktiven Übergängen

Besonders bei leistungsstarken Prüfständen, elektrifizierten Antriebssystemen oder industriellen Prüfanwendungen können selbst geringe Schwingungsübertragungen oder Luftströmungsgeräusche die Messergebnisse beeinflussen.

Zusätzlich führen technische Einbauten, Rohrsysteme, Medienführungen oder konstruktive Anbindungen häufig dazu, dass sich Schwingungen innerhalb des Gesamtsystems ausbreiten und an anderer Stelle sekundäre Luftschallabstrahlungen verursachen.

Gerade im tieffrequenten Bereich entstehen akustische Herausforderungen häufig nicht ausschließlich durch direkte Schallabstrahlung, sondern durch Resonanzanregungen innerhalb von Raumstrukturen, technischen Komponenten oder Gebäudekonstruktionen.

Dadurch wird die akustische Bewertung technischer Systeme insbesondere bei niedrigen Frequenzen oder tonhaltigen Geräuschen deutlich komplexer.

Akustische Messräume nach EN ISO 3745

SILTEC realisiert akustische Messräume für Schallleistungsmessungen nach EN ISO 3745 in den Genauigkeitsklassen 1 und 2.

Die akustische Auslegung erfolgt individuell unter Berücksichtigung:

  • des relevanten Frequenzbereichs

  • der Messaufgabe

  • der Raumgeometrie

  • der Prüflinge

  • der erforderlichen Genauigkeitsklasse

  • technischer Infrastruktur

  • Schwingungsanforderungen

  • Luft- und Medienversorgung

  • betrieblicher Anforderungen

Gerade bei hochpräzisen Messanwendungen ist die Abstimmung sämtlicher akustischer, konstruktiver und schwingungstechnischer Parameter entscheidend für reproduzierbare und normgerechte Messergebnisse.

Individuelle Auslegung akustischer Messräume

Akustische Messräume werden individuell an die jeweilige Messaufgabe und technische Anwendung angepasst.

Dabei werden unter anderem berücksichtigt:

  • Prüflingsgrößen

  • Frequenzbereiche

  • Schalldruckpegel

  • Schallleistungsanforderungen

  • Messabstände

  • technische Infrastruktur

  • Prüfstandstechnik

  • Luftversorgung

  • Schwingungsanforderungen

  • Raumgeometrien

Zusätzlich müssen technische Anforderungen wie Wartungszugänglichkeit, thermische Belastungen, Luftwechsel, Medienversorgung, Brandschutz oder sicherheitstechnische Anforderungen in die akustische Gesamtauslegung integriert werden.

Gerade bei komplexen Entwicklungs- und Prüfstandsanwendungen müssen akustische Anforderungen, technische Infrastruktur und betriebliche Abläufe gemeinsam betrachtet werden.

Dadurch entstehen technisch und akustisch abgestimmte Gesamtlösungen für anspruchsvolle Entwicklungs-, Prüf- und Forschungsanwendungen.

Absorptionssysteme und akustische Ausführung

Die akustische Wirksamkeit eines Messraums wird maßgeblich durch die eingesetzten Absorptionssysteme bestimmt.

SILTEC realisiert unter anderem:

  • Keilabsorber

  • Breitbandabsorber

  • Flachabsorber

  • kompakte Absorptionssysteme

  • individuell abgestimmte Akustikelemente

Die Auswahl der geeigneten Absorptionssysteme erfolgt abhängig von Frequenzbereich, Platzverhältnissen, Genauigkeitsanforderungen, Raumgeometrie und technischer Anwendung.

Gerade im tieffrequenten Bereich erfordert die akustische Auslegung häufig eine präzise Abstimmung zwischen Absorptionswirkung, Raumgeometrie, konstruktiver Ausführung und schwingungstechnischem Verhalten des Gesamtsystems.

Ganzheitliche technische Integration

Akustische Messräume bestehen nicht ausschließlich aus akustischen Oberflächen, sondern aus komplexen technischen Gesamtsystemen.

Neben der akustischen Auslegung integriert SILTEC unter anderem:

  • Türen

  • elastische Lagerungen

  • Luftversorgungssysteme

  • technische Infrastruktur

  • Medienversorgung

  • Prüfstandsintegration

  • Wartungszugänge

  • Sicherheitseinrichtungen

Gerade bei komplexen Entwicklungs- und Prüfstandsanwendungen müssen akustische Anforderungen, technische Infrastruktur und betriebliche Abläufe gemeinsam betrachtet werden.

Dadurch entstehen technisch und akustisch abgestimmte Gesamtlösungen für anspruchsvolle Industrie-, Forschungs- und Entwicklungsprojekte.

Technische Kompetenz von SILTEC

SILTEC verbindet technische Akustik, industrielle Schallschutztechnik und Engineering-Kompetenz für anspruchsvolle Akustik- und Prüfanwendungen.

Die Kombination aus:

  • Raumakustik

  • Akustikengineering

  • Schwingungsanalyse

  • Prüfstandstechnik

  • Schallschutztechnik

  • Strömungsakustik

  • technischer Integration

  • industrieller Praxiserfahrung

ermöglicht die Entwicklung technisch und akustisch abgestimmter Messraumlösungen für komplexe Industrie- und Forschungsanwendungen.

Von der akustischen Planung über Konstruktion und Fertigung bis zur technischen Umsetzung begleitet SILTEC Projekte praxisorientiert, technisch fundiert und lösungsorientiert.

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